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title: "Bitcoin-Staking ohne Bridges: Wie Slashing funktioniert"
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description: "David Tse erklärt Bitcoin-Zeitsperren, Remote Slashing, EVM-Kompatibilität und Staking gegenüber Lending. Vollständiges Babylon-Interview mit Zeitmarken und Quellen."
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Podcast-Transkript

# Bitcoin-Staking ohne Bridges: Wie Slashing funktioniert

David Tse Stanford-Professor und Babylon-Mitgründer (zum Aufnahmezeitpunkt)

Wie kann Bitcoin eine andere Blockchain absichern und auf Bitcoin bleiben? Im Interview vom September 2023 erklärt David Tse, warum Staking ohne Bridge möglich ist, eine Zeitsperre allein aber nicht genügt. Kryptografie übersetzt Validator-Fehlverhalten in eine Bitcoin-Ausgabebedingung. Er bespricht slashbare Anteile, Konsenskompatibilität und Unterschiede zum Lending. Startpläne, Marktwerte und Sicherheitsbehauptungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

- Veröffentlicht 22.09.2023
- Länge 30:36
- Operator
- Aufgenommen auf Englisch

![Bitcoin-Staking ohne Bridges: Wie Slashing funktioniert: Podcast-Folge mit David Tse, Stanford-Professor und Babylon-Mitgründer (zum Aufnahmezeitpunkt)](/img/yt/0j0eSjSCigg.jpg?v=c65c58cf68fa)

// Die Kurzversion

- Ab 05:01 beschreibt Tse das Startproblem einer neuen Proof-of-Stake-Chain mit geringwertigem nativem Token. Er schlägt zusätzliche Bitcoin-Sicherheiten vor. Das ist eine wirtschaftliche Sicherheitsüberlegung, keine Behauptung, dass allein die Marktkapitalisierung den Konsens sicher macht.
- Ab 07:36 erklärt er, warum Bitcoin für Staking auf seiner Chain bleiben kann. Die andere Chain erhält Sicherheit, keinen frei übertragbaren Wrapped Token. Der Ansatz arbeitet unterhalb der EVM. Das [Babylon-Staking-Litepaper](https://docs.babylonlabs.io/papers/btc_staking_litepaper.pdf) beschreibt diesen Remote-Staking-Ansatz.
- Ab 10:00 beweist eine bestätigte Zeitsperrtransaktion die Bindung der Mittel, erzwingt aber noch kein gutes Verhalten. Ab 13:48 beschreibt Tse eine Slashing-Ausgabe nach Fehlverhalten. Die spätere [Arbeit zu Remote Staking und wirtschaftlicher Sicherheit](https://arxiv.org/abs/2408.01896) formalisiert Slashing und sicheres Unbonding.
- Ab 16:23 illustriert Tse zwei Ausgänge, einen nicht slashbaren und einen slashbaren. Die 90/10-Aufteilung ist ein Beispiel, keine allgemeine Babylon-Einstellung. Abgewogen werden Verlustexposition des Besitzers und wirtschaftlicher Schutz der Chain.
- Ab 26:56 unterscheidet er Slashing von Lending-Risiken und hält es durch gutes Verhalten für kontrollierbarer. Das ist seine Einschätzung von 2023. Delegation, Implementierungsfehler, Sperrfristen und Kursänderungen bleiben relevant; Staking ohne Bridge ist keine risikofreie Rendite.

## Vorschau und David Tses Forschungshintergrund

[Diesen Teil ansehen · 0:00](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=0s)

Vorschau [Zusammengeschnittene Vorschau.] Kevin: Heute mit David, Stanford-Professor und Mitgründer von Babylon. Kann Bitcoin die Sicherheit oder den Konsens von Proof-of-Stake-Blockchains verbessern? David: Früher habe ich drahtlose Infrastruktur erforscht. Vor fünf Jahren las ich Nakamotos Whitepaper. Blockchain-Konsensprotokolle sind unser Spezialgebiet. Je mehr Kapital, desto sicherer die Blockchain. Der eigene Token hat meist einen niedrigen Marktwert. Ein Grund für ungenutzte Bitcoin ist das hohe Bridge-Risiko. Man kann Bitcoin in einer zeitlich gesperrten Einlage halten. Es geht um eine Ausgabebedingung. Dieses ungenutzte Vermögen für die übrige Kryptowirtschaft nutzbar machen. Außerdem wecken wir das Interesse von Bitcoin-Besitzern. Vor einigen Monaten kam eine neue Entwicklung namens Ordinals auf.

Kevin Wavect, das Web3-Softwareunternehmen, das versteht, was du willst. Hallo zusammen, heute mit David, Stanford-Professor und Mitgründer von Babylon, einer Blockchain, die Bitcoins Proof-of-Work-Konsens nutzt. Wir sprechen darüber, wie Bitcoin die Sicherheit oder den Konsens von Proof-of-Stake-Blockchains verbessern könnte. David hat mindestens zwei Arbeiten darüber geschrieben. Danke, dass du dir Zeit nimmst. Stell dich bitte vor und erzähl, woran du arbeitest und was du teilen möchtest.

David Danke für die Einladung, Kevin. Ich bin vor allem Forscher. Ich begann als Professor an der UC Berkeley und wechselte vor acht Jahren nach Stanford. Früher erforschte ich drahtlose Infrastruktur, damit unsere heutigen Mobiltelefone funktionieren. Vor zwanzig Jahren funktionierte das noch nicht, heute schon, das ist großartig. Zwanzig Jahre später wollte ich etwas anderes machen. Vor fünf Jahren las ich Nakamotos Bitcoin-Whitepaper und fand es wissenschaftlich faszinierend. Ich baute eine Forschungsgruppe in Stanford auf. Heute arbeiten sieben Studierende und Postdocs an Blockchain-Konsensprotokollen. Das ist unser Spezialgebiet. Wir arbeiteten auch mit der Industrie zusammen, etwa mit der Ethereum Foundation an der Verbesserung von Ethereums Proof-of-Stake-Protokoll vor dem Merge. Vor etwa anderthalb Jahren hatten wir die Idee, Bitcoins Sicherheit mit Proof-of-Stake-Blockchains zu verbinden. Daraus entstand Babylon, ein Startup, das wir vor anderthalb Jahren gründeten.

## Warum fremde Vermögenswerte für Proof-of-Stake-Sicherheit?

[Diesen Teil ansehen · 3:28](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=208s)

Kevin Spannend. Ich habe euer Projekt recherchiert. Ihr wollt das Mainnet nächstes Jahr oder Anfang nächsten Jahres starten? [David: Wir zielen auf das nächste Halving.] Das nächste Bitcoin-Halving, tolles Timing. Für weniger technische Zuhörer, korrigiere mich bitte: Neue Proof-of-Stake-Blockchains erreichen häufig nicht den notwendigen Wert gestakter eigener Token für ausreichende Konsenssicherheit. Eure neueste Arbeit, glaube ich diesen Monat veröffentlicht, beschäftigt sich mit externen Vermögenswerten wie Bitcoin für diesen Mechanismus. Wie kamst du persönlich auf diese ungewöhnliche Idee? Warum erschien sie dir machbar und sinnvoll?

David Etwas Hintergrund: Proof of Stake wird durch Kapital abgesichert. Je mehr Kapital, desto sicherer die Blockchain. Traditionell startet ein Protokoll einen eigenen Token und sichert damit die Blockchain ab. Das hat Probleme, besonders bei neuen Blockchains. Der native Token hat meist einen geringen Marktwert, also geringe Sicherheit. Um sie zu verbessern, bietet man häufig hohe Inflation, zieht Anleger an und erhöht Marktwert und gestakten Wert. Das verursacht Probleme. Neue Chains wollen Anwendungen entwickeln und nicht so viel Inflation für Sicherheit ausgeben. Sicherheit ist ein Mittel, nicht der eigentliche Zweck einer Blockchain. Unsere Idee: Zusätzlich zum eigenen Token kann man einen viel größeren und in gewisser Hinsicht stabileren Vermögenswert wie Bitcoin zur Validierung und Absicherung nutzen. Beide Seiten gewinnen. Die Proof-of-Stake-Chain hat stabileres Kapital, möglicherweise günstiger durch das große Angebot. Bitcoin-Besitzer verdienen derzeit fast keine Rendite, sondern halten ihre Bitcoin nur. Hier können sie am Erfolg einer Proof-of-Stake-Chain und deren Belohnungen teilnehmen. Wir sehen das als doppelten Gewinn.

## Wie funktioniert Bitcoin-Staking ohne Bridge?

[Diesen Teil ansehen · 6:56](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=416s)

Kevin Beim Überfliegen deiner Arbeit fragte ich mich zuerst: Wie funktioniert das, ohne dieselben Sicherheitsprobleme wie Bridges oder Crosschain-Protokolle? Bitcoin ist nicht EVM-kompatibel, viele Proof-of-Stake-Netzwerke dagegen schon. Ich würde euren Ansatz gern grob oder ausführlich verstehen.

David Ich teile die Frage auf. Richtig: Viele Bitcoin bleiben ungenutzt, weil Besitzer Bridges für sehr riskant halten und ihre Bitcoin nicht auf eine andere Chain übertragen möchten. Die meisten DeFi-Aktivitäten finden anderswo statt, deshalb gibt es wenige Renditemöglichkeiten. Für diesen konkreten Staking-Anwendungsfall haben wir herausgefunden, dass man Bitcoin nicht bridgen muss. Eine Bridge erlaubt vieles auf der anderen Chain, bringt aber Bridge-Risiken mit sich. Wenn man sich auf die wichtige Aufgabe konzentriert, einer Proof-of-Stake-Chain Sicherheit bereitzustellen, benötigt unsere Technologie keine Bridge. Die Absicherung findet auf Konsensebene statt, eine Ebene unter der EVM. Deshalb spielt es keine Rolle, ob die Chain EVM-kompatibel ist oder nicht.

## Was beweist eine Bitcoin-Zeitsperre?

[Diesen Teil ansehen · 9:13](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=553s)

Kevin Wie funktioniert es konkret? Ich stelle mir einen vielleicht komplexeren Bitcoin-Vertrag vor, in dem man Bitcoin stakt. Die Proof-of-Stake-Chain erhält einen Gültigkeitsnachweis über das Staking und zahlt dort Belohnungen. Das ist nur meine Vermutung. Kannst du sie korrigieren?

David Grob stimmt das. Bitcoin hat aber keinen Smart Contract in dem Sinne, dass man beliebig komplexe Verträge schreiben kann. Einfache Dinge sind möglich. Unsere Technologie nutzt genau diese Möglichkeiten. Das ist die Herausforderung. Du kannst Bitcoin zeitlich sperren, zum Beispiel für sechs Monate. Bitcoin Script ermöglicht das. Du schreibst eine Transaktion auf die Bitcoin-Chain: Dieser Bitcoin ist sechs Monate gesperrt. Jeder, auch die Proof-of-Stake-Chain, kann die bestätigte Transaktion sehen. Das ist der erwähnte Nachweis. Man braucht keine komplizierte ZK-Technologie, sondern eine bestätigte Transaktion. Die andere Chain weiß, dass jemand einen Bitcoin für ihre Absicherung gesperrt hat. Die entscheidende Herausforderung ist Slashing. Es ist wie eine Airbnb-Kaution: Sie soll sicherstellen, dass du die Unterkunft nicht verwüstest. Wenn du dich ordentlich verhältst, bekommst du sie zurück. Die Kaution fördert gutes Verhalten. Stakst du einen Bitcoin für eine Proof-of-Stake-Chain, muss sie sicherstellen, dass du ihr nicht schadest. Sie braucht die Möglichkeit, bei Fehlverhalten diesen Bitcoin oder einen Teil davon einzuziehen, damit Fehlverhalten ausbleibt. Die Herausforderung ist also: Wie funktioniert Slashing?

## Braucht Remote Slashing IBC oder eine Smart-Contract-VM?

[Diesen Teil ansehen · 12:54](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=774s)

Kevin Läuft die Kommunikation zwischen den Netzwerken über Cosmos und das Inter-Blockchain-Communication-Protokoll?

David Nein. Mit Cosmos haben wir viel zusammengearbeitet, aber die Technologie funktioniert allgemein. Die Kommunikation muss lediglich Transaktionen an Bitcoin senden. Ein kompliziertes Kommunikationsprotokoll ist nicht nötig.

Kevin Die Mittel werden auf Bitcoin bestraft, alles findet dort statt. Aber wie erkennt Bitcoin das Fehlverhalten?

David Genau. Bitcoin ist nicht besonders intelligent. Es kann nicht auf eine Proof-of-Stake-Chain schauen und verstehen, was dort geschieht. Unser Design funktioniert andersherum: Wenn dort etwas Schlechtes passiert, soll jeder eine Bitcoin-Transaktion senden können, die das Guthaben bestraft. Vielleicht kennt euer Publikum Fraud Proofs, beispielsweise bei Arbitrum. Fehlverhalten auf einem Rollup wird an Ethereum zurückgemeldet, damit Mittel bestraft oder Transaktionen rückgängig gemacht werden. Unser Ansatz ist ähnlich: Ein Relayer erkennt Fehlverhalten und sendet etwas wie einen Fraud Proof an Bitcoin. Es gibt aber einen großen Unterschied. [Die Untertitel nennen hier Bitcoin; der Vergleich scheint Ethereum zu meinen] hat Smart Contracts, die solche Beweise verarbeiten und verstehen. Bitcoin hat keinen solchen Smart Contract. Es versteht im Wesentlichen nur eine Bitcoin-Ausgabe, also eine Ausgabebedingung. Wir müssen das Beweissystem kryptografisch so gestalten, dass Bitcoin die Nachricht lediglich als gültige Ausgabenachricht erkennt und auf dieser Grundlage das Guthaben bestraft.

## Kann nur ein Teil des Bitcoin-Stakes slashbar sein?

[Diesen Teil ansehen · 15:54](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=954s)

Kevin Das beantwortet meine nächste Frage. Ich las, dass der private Schlüssel offengelegt wird, und fragte mich, wie das funktioniert. Wenn zehn Bitcoin gestakt sind, möchte man hoffentlich nicht alle zehn wegen eines Fehlverhaltens verlieren. Das erklärt diesen Teil.

David Zehn Bitcoin vollständig zu bestrafen wäre die extreme Variante. Sie gäbe der Chain starke Sicherheit, könnte Bitcoin-Besitzer aber abschrecken. Man wägt immer das Sicherheitsgefühl des Stakers gegen die Sicherheit der Chain ab. Man kann den Bitcoin-Vertrag etwa so gestalten, dass neunzig Prozent zeitlich gesperrt sind und nur zehn Prozent bestraft werden können. Eine Bitcoin-Transaktion kann zwei Ausgänge haben: neunzig Prozent gesperrt und später auszahlbar, aber nicht slashbar; zehn Prozent ebenfalls gesperrt, jedoch slashbar. Das ist möglich.

Kevin Können die Proof-of-Stake-Chains oder ihre Communitys solche Verhältnisse selbst festlegen?

David Richtig. Der Vertrag besteht zwischen dem Staker und der Chain, die er validieren möchte. Verschiedene Chains können zehn, fünf oder fünfzig Prozent Slashing wählen. Bei heutigen Chains ist Ethereum beispielsweise relativ hoch, etwa fünfzig Prozent, während Cosmos-Chains bei etwa fünf Prozent liegen. Verschiedene Chains haben verschiedene Parameter.

## Konsensforschung, Kryptografie und Bitcoin Script verbinden

[Diesen Teil ansehen · 18:20](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=1100s)

Kevin Forschung ist gerade in der Kryptografie schwierig. Was war bei diesem Ansatz am herausforderndsten? Wo bist du hängen geblieben oder dachtest, dass es besonders schwierig wird?

David Es gibt viele Arten von Fehlverhalten, die Bitcoin nicht interpretieren kann. Diese in etwas Einfaches umzuwandeln, nämlich eine Transaktionsausgabe durch Freigabe des privaten Schlüssels, war die größte Herausforderung. Wir verbinden zwei Fachgebiete. Erstens das Design von Konsensprotokollen: Wir verstehen, welche schlechten Handlungen Teilnehmer oder Validatoren ausführen können. Wir gestalten das Protokoll so um, dass diese Handlungen in ein einfaches Ereignis übersetzt werden. Zweitens ergänzen wir ein spezielles kryptografisches Verfahren, das bei diesem Ereignis die Freigabe des privaten Schlüssels erzwingt. Diese Verbindung ist interessant. Manche Blockchain-Forscher kennen sich mit Kryptografie aus, andere mit Konsens, aber die Gruppen überschneiden sich wenig. Wir arbeiten mit Partnern zusammen und brauchen zusätzlich tiefes Wissen über Bitcoin Script. Ohne uns überhöhen zu wollen: Als Analogie hat diese Forschung etwas von Nakamotos Whitepaper. Er verband Proof of Work, Public-Key-Kryptografie, spieltheoretische Anreize und Regelungstheorie zur Anpassung der Mining-Schwierigkeit. Verschiedene Fachgebiete lösten zusammen ein schwieriges Problem. Unsere Arbeit hat diese Art, und das ist spannend.

## Warum Bitcoin statt des Tokens einer anderen Chain?

[Diesen Teil ansehen · 21:38](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=1298s)

Kevin Ihr habt mit Bitcoin-Liquidität angefangen. Aus Konsenssicht verstehe ich das, obwohl [kurze Bemerkung unklar], und die Denkweise ergibt Sinn. Was ist mit externen Vermögenswerten anderer Proof-of-Stake-Chains? Eine neue Chain könnte Ethereum- oder Solana-Liquidität nutzen, wobei Solana schwieriger wäre. Dort gibt es komplexere Werkzeuge. Plant ihr das oder bleibt Bitcoin eure Liquiditätsquelle?

David Die Idee, eine Chain durch einen fremden Vermögenswert abzusichern, ist allgemein. Es muss nicht Bitcoin sein, sogar eine andere Proof-of-Stake-Chain wäre möglich. Da stimme ich dir zu. Für Bitcoin sprechen mehrere Gründe. Es ist der größte Kryptowert, sechshundert Milliarden, etwa zwei- bis dreimal Ethereum und vielfach Solana. Es ist eine riesige Kapitalquelle und gleichzeitig der am wenigsten genutzte Vermögenswert. Er dient vor allem als Wertspeicher, statt die Kryptowirtschaft zu fördern. Unsere Technologie soll ihn für diese Wirtschaft nutzbar machen. Unser Staking-Protokoll benötigt kein Vertrauen und hat deshalb die höchstmögliche Sicherheit. Es könnte für Bitcoin-Besitzer ein guter erster Schritt außerhalb von Bitcoin sein, weil es sehr sicher ist. Wer danach andere Renditen verdient, probiert vielleicht weitere, weniger sichere Dinge aus. Wir liefern Sicherheit und wecken das Interesse an breiterer Beteiligung. Ordinals sind ein Beispiel: eine neue Entwicklung vor einigen Monaten, im Grunde NFTs für Bitcoin. Ein konkreter Anwendungsfall erneuert das Interesse über den Wertspeicher hinaus. Unser auf Sicherheit fokussiertes Projekt sehen wir ähnlich.

## Wie unterscheiden sich Staking- und Lending-Risiken?

[Diesen Teil ansehen · 26:20](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=1580s)

Kevin Wenn ich an diese Forschung denke, [kurze Formulierung unklar], sehen wir ähnliche Probleme auch bei Anwendungen, nicht nur beim Konsens. Wären etwa Lending-Protokolle, die du im Blog verglichen hast, ein weiterer Anwendungsfall? Oder ist das nur auf Konsensebene sinnvoll?

David Wir konzentrieren uns auf Konsens, weil Staking sich interessant von Lending unterscheidet. Das Risiko ist Slashing und vollständig selbst kontrollierbar: Wie beim Airbnb erwartest du bei gutem Verhalten keinen Verlust der Kaution. Das liegt in deiner Hand. Beim Lending bist du Marktbedingungen ausgesetzt. Unter Kryptoanlagen und DeFi-Aktivitäten halte ich Slashing für das am besten kontrollierbare Risiko. Damit zu beginnen erschien uns sinnvoll für Bitcoin-Besitzer.

## Überraschungen in Web3 und die Frage an den nächsten Gast

[Diesen Teil ansehen · 27:53](https://www.youtube.com/watch?v=0j0eSjSCigg&t=1673s)

Kevin Verstehe, ich war neugierig. Seit dem letzten Podcast haben wir eine Tradition: Der vorherige Gast stellt dem nächsten eine Frage, ohne zu wissen, wer kommt. Was ist das Interessanteste, das du in Web3 entdeckt hast und das dich wirklich überrascht hat?

David Ich arbeite seit fünf Jahren in Web3. Da die fragende Person nicht wusste, wen sie fragt, antworte ich als Forscher. Mich fasziniert, wie viele kluge Forscher hier arbeiten. Sie kommen aus allen Richtungen, sind brillant, und ich arbeite gern mit ihnen. Es sind nicht nur Akademiker, sondern auch Gründer aus der Industrie. Ich arbeite mit Cosmos-Gründern, die sehr starke Forscher und Unternehmer sind. Das hat mich in meinen Jahren im Kryptobereich beeindruckt.

Kevin Hast du auch eine Frage an den nächsten Gast?

David Was wird deiner Meinung nach der iPhone-Moment für Web3? Wann kommt er, und welche Form nimmt er an?

Kevin Eine tolle Frage. Danke für das Gespräch, David. Möchtest du noch etwas teilen? Deine Links kommen in die Videobeschreibung. Ich hoffe, dir und dem Publikum hat die Folge so gut gefallen wie mir. Danke fürs Zuschauen.

David Schön, hier zu sein. Danke für das angenehme Gespräch.

Kevin Wavect, das Web3-Softwareunternehmen, das versteht, was du willst.

Transkript aus dem Englischen übersetzt und für die Lesbarkeit leicht bearbeitet. Maßgeblich ist die Aufnahme. Aus englischen automatischen Untertiteln erstellt, mit Sprecherzuordnung, Zeichensetzung und korrigierten klaren Erkennungsfehlern. Enthält die Vorschau und das vollständige Gespräch. Unklare Bemerkungen und eine mögliche Bitcoin/Ethereum-Verwechslung sind markiert. Alle Übersetzungen umfassen denselben Inhalt. Keine unabhängige Audiotranskription oder Hörprüfung; maßgeblich bleibt die Aufnahme. Startpläne, Marktwerte, beispielhafte Slashing-Prozentsätze und Risikomeinungen beziehen sich auf September 2023, nicht auf aktuelle Parameter oder Anlageberatung. Bitcoin Script unterstützt Ausgabebedingungen; Aussagen über fehlende Smart Contracts meinen beliebige Ethereum-artige Ausführung. Ohne Bridge bleiben Validator-, Implementierungs-, Sperrfrist- und Marktrisiken bestehen.

// Mehr davon

[Eine Blockchain-Anwendung planen→](/de/services/blockchain/) [João Garcia über Ausführung und Verifikation→](/de/podcast/joao-garcia-cartesi-linux-appchains/)

## Fragen, die diese Folge beantwortet

### Funktioniert Bitcoin-Staking ohne BTC über eine Bridge zu übertragen?

In Tses beschriebenem Design ja. BTC bleibt unter Ausgabebedingungen auf Bitcoin gesperrt und sichert eine andere Proof-of-Stake-Chain. Ab 07:36 unterscheidet er dies von einer Bridge für beliebige Aktivitäten auf einer anderen Chain. Bitcoin selbst bleibt Proof of Work. Ohne Bridge bedeutet nicht ohne Protokoll- oder Staking-Risiko.

### Wie funktioniert Remote Slashing, wenn Bitcoin eine andere Chain nicht prüfen kann?

Konsensregeln und Kryptografie werden so gestaltet, dass erkennbares Fehlverhalten das für eine Slashing-Transaktion erforderliche Signaturmaterial freigibt. Bitcoin prüft die Ausgabebedingungen, statt die komplette Ausführung der fremden Chain zu interpretieren. Das ist eine grobe Erklärung, keine Garantie für beliebige Betrugsarten ohne passende Protokollregeln. Die spätere Forschungsarbeit beschreibt Konstruktion und Annahmen.

### Reicht eine Bitcoin-Zeitsperre zur Absicherung einer Proof-of-Stake-Chain?

Nein. Sie zeigt, dass Mittel für einen Zeitraum gebunden sind. Die Chain braucht zusätzlich durchsetzbare Strafen für relevantes Fehlverhalten. Ab 10:00 führt Tse die Zeitsperre ein und erklärt anschließend Slashing als Schwierigkeit. Auszahlungs- und Unbonding-Regeln müssen Bestrafung ermöglichen, bevor die Sicherheit entzogen wird.

### Benötigt der Remote-Staking-Ansatz EVM oder Cosmos IBC?

Laut Tse arbeitet der Mechanismus auf Konsensebene unterhalb der EVM. Er widerspricht auch der Annahme, dass Cosmos IBC erforderlich ist. Zentral ist das Senden notwendiger Bitcoin-Transaktionen. Das bedeutet nicht, dass jede beliebige Chain bereits integriert ist oder ohne Anpassungen ihrer Konsens- und Prüfregeln funktioniert.

### Ist zehn Prozent der feste Slashing-Satz für Bitcoin-Staking?

Nein. Ab 16:23 zeigt Tse beispielhaft zwei Ausgänge im Verhältnis 90/10 und nennt danach andere Verhältnisse. Tatsächliche slashbare Anteile hängen von Protokoll und aktuellen Parametern ab. Seine Ethereum- und Cosmos-Angaben sind historische Sprecherbeispiele, keine aktuelle Parameterreferenz oder Zusage zum maximalen Verlust.

### Ist Bitcoin-Staking ohne Bridge sicherer als Lending oder risikofrei?

Das Gespräch unterscheidet Konsensabsicherung und Kreditvergabe, beweist aber keine allgemeine Sicherheitsrangfolge. Ab 26:56 hält Tse Slashing für stärker vom Verhalten abhängig. Delegierte Validatoren, Implementierung, Auszahlungsbeschränkungen und Marktbedingungen können dennoch Verluste verursachen. Das Interview ist kein aktuelles Renditeangebot und keine Anlageempfehlung.

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      "transcript": "Vorschau: [Zusammengeschnittene Vorschau.] Kevin: Heute mit David, Stanford-Professor und Mitgründer von Babylon. Kann Bitcoin die Sicherheit oder den Konsens von Proof-of-Stake-Blockchains verbessern? David: Früher habe ich drahtlose Infrastruktur erforscht. Vor fünf Jahren las ich Nakamotos Whitepaper. Blockchain-Konsensprotokolle sind unser Spezialgebiet. Je mehr Kapital, desto sicherer die Blockchain. Der eigene Token hat meist einen niedrigen Marktwert. Ein Grund für ungenutzte Bitcoin ist das hohe Bridge-Risiko. Man kann Bitcoin in einer zeitlich gesperrten Einlage halten. Es geht um eine Ausgabebedingung. Dieses ungenutzte Vermögen für die übrige Kryptowirtschaft nutzbar machen. Außerdem wecken wir das Interesse von Bitcoin-Besitzern. Vor einigen Monaten kam eine neue Entwicklung namens Ordinals auf.\nKevin: Wavect, das Web3-Softwareunternehmen, das versteht, was du willst. Hallo zusammen, heute mit David, Stanford-Professor und Mitgründer von Babylon, einer Blockchain, die Bitcoins Proof-of-Work-Konsens nutzt. Wir sprechen darüber, wie Bitcoin die Sicherheit oder den Konsens von Proof-of-Stake-Blockchains verbessern könnte. David hat mindestens zwei Arbeiten darüber geschrieben. Danke, dass du dir Zeit nimmst. Stell dich bitte vor und erzähl, woran du arbeitest und was du teilen möchtest.\nDavid: Danke für die Einladung, Kevin. Ich bin vor allem Forscher. Ich begann als Professor an der UC Berkeley und wechselte vor acht Jahren nach Stanford. Früher erforschte ich drahtlose Infrastruktur, damit unsere heutigen Mobiltelefone funktionieren. Vor zwanzig Jahren funktionierte das noch nicht, heute schon, das ist großartig.\n\nZwanzig Jahre später wollte ich etwas anderes machen. Vor fünf Jahren las ich Nakamotos Bitcoin-Whitepaper und fand es wissenschaftlich faszinierend. Ich baute eine Forschungsgruppe in Stanford auf. Heute arbeiten sieben Studierende und Postdocs an Blockchain-Konsensprotokollen. Das ist unser Spezialgebiet.\n\nWir arbeiteten auch mit der Industrie zusammen, etwa mit der Ethereum Foundation an der Verbesserung von Ethereums Proof-of-Stake-Protokoll vor dem Merge. Vor etwa anderthalb Jahren hatten wir die Idee, Bitcoins Sicherheit mit Proof-of-Stake-Blockchains zu verbinden. Daraus entstand Babylon, ein Startup, das wir vor anderthalb Jahren gründeten.\nKevin: Spannend. Ich habe euer Projekt recherchiert. Ihr wollt das Mainnet nächstes Jahr oder Anfang nächsten Jahres starten? [David: Wir zielen auf das nächste Halving.] Das nächste Bitcoin-Halving, tolles Timing.\n\nFür weniger technische Zuhörer, korrigiere mich bitte: Neue Proof-of-Stake-Blockchains erreichen häufig nicht den notwendigen Wert gestakter eigener Token für ausreichende Konsenssicherheit. Eure neueste Arbeit, glaube ich diesen Monat veröffentlicht, beschäftigt sich mit externen Vermögenswerten wie Bitcoin für diesen Mechanismus. Wie kamst du persönlich auf diese ungewöhnliche Idee? Warum erschien sie dir machbar und sinnvoll?\nDavid: Etwas Hintergrund: Proof of Stake wird durch Kapital abgesichert. Je mehr Kapital, desto sicherer die Blockchain. Traditionell startet ein Protokoll einen eigenen Token und sichert damit die Blockchain ab.\n\nDas hat Probleme, besonders bei neuen Blockchains. Der native Token hat meist einen geringen Marktwert, also geringe Sicherheit. Um sie zu verbessern, bietet man häufig hohe Inflation, zieht Anleger an und erhöht Marktwert und gestakten Wert. Das verursacht Probleme. Neue Chains wollen Anwendungen entwickeln und nicht so viel Inflation für Sicherheit ausgeben. Sicherheit ist ein Mittel, nicht der eigentliche Zweck einer Blockchain.\n\nUnsere Idee: Zusätzlich zum eigenen Token kann man einen viel größeren und in gewisser Hinsicht stabileren Vermögenswert wie Bitcoin zur Validierung und Absicherung nutzen. Beide Seiten gewinnen. Die Proof-of-Stake-Chain hat stabileres Kapital, möglicherweise günstiger durch das große Angebot. Bitcoin-Besitzer verdienen derzeit fast keine Rendite, sondern halten ihre Bitcoin nur. Hier können sie am Erfolg einer Proof-of-Stake-Chain und deren Belohnungen teilnehmen. Wir sehen das als doppelten Gewinn.\nKevin: Beim Überfliegen deiner Arbeit fragte ich mich zuerst: Wie funktioniert das, ohne dieselben Sicherheitsprobleme wie Bridges oder Crosschain-Protokolle? Bitcoin ist nicht EVM-kompatibel, viele Proof-of-Stake-Netzwerke dagegen schon. Ich würde euren Ansatz gern grob oder ausführlich verstehen.\nDavid: Ich teile die Frage auf. Richtig: Viele Bitcoin bleiben ungenutzt, weil Besitzer Bridges für sehr riskant halten und ihre Bitcoin nicht auf eine andere Chain übertragen möchten. Die meisten DeFi-Aktivitäten finden anderswo statt, deshalb gibt es wenige Renditemöglichkeiten.\n\nFür diesen konkreten Staking-Anwendungsfall haben wir herausgefunden, dass man Bitcoin nicht bridgen muss. Eine Bridge erlaubt vieles auf der anderen Chain, bringt aber Bridge-Risiken mit sich. Wenn man sich auf die wichtige Aufgabe konzentriert, einer Proof-of-Stake-Chain Sicherheit bereitzustellen, benötigt unsere Technologie keine Bridge.\n\nDie Absicherung findet auf Konsensebene statt, eine Ebene unter der EVM. Deshalb spielt es keine Rolle, ob die Chain EVM-kompatibel ist oder nicht.\nKevin: Wie funktioniert es konkret? Ich stelle mir einen vielleicht komplexeren Bitcoin-Vertrag vor, in dem man Bitcoin stakt. Die Proof-of-Stake-Chain erhält einen Gültigkeitsnachweis über das Staking und zahlt dort Belohnungen. Das ist nur meine Vermutung. Kannst du sie korrigieren?\nDavid: Grob stimmt das. Bitcoin hat aber keinen Smart Contract in dem Sinne, dass man beliebig komplexe Verträge schreiben kann. Einfache Dinge sind möglich. Unsere Technologie nutzt genau diese Möglichkeiten. Das ist die Herausforderung.\n\nDu kannst Bitcoin zeitlich sperren, zum Beispiel für sechs Monate. Bitcoin Script ermöglicht das. Du schreibst eine Transaktion auf die Bitcoin-Chain: Dieser Bitcoin ist sechs Monate gesperrt. Jeder, auch die Proof-of-Stake-Chain, kann die bestätigte Transaktion sehen. Das ist der erwähnte Nachweis. Man braucht keine komplizierte ZK-Technologie, sondern eine bestätigte Transaktion. Die andere Chain weiß, dass jemand einen Bitcoin für ihre Absicherung gesperrt hat.\n\nDie entscheidende Herausforderung ist Slashing. Es ist wie eine Airbnb-Kaution: Sie soll sicherstellen, dass du die Unterkunft nicht verwüstest. Wenn du dich ordentlich verhältst, bekommst du sie zurück. Die Kaution fördert gutes Verhalten.\n\nStakst du einen Bitcoin für eine Proof-of-Stake-Chain, muss sie sicherstellen, dass du ihr nicht schadest. Sie braucht die Möglichkeit, bei Fehlverhalten diesen Bitcoin oder einen Teil davon einzuziehen, damit Fehlverhalten ausbleibt. Die Herausforderung ist also: Wie funktioniert Slashing?\nKevin: Läuft die Kommunikation zwischen den Netzwerken über Cosmos und das Inter-Blockchain-Communication-Protokoll?\nDavid: Nein. Mit Cosmos haben wir viel zusammengearbeitet, aber die Technologie funktioniert allgemein. Die Kommunikation muss lediglich Transaktionen an Bitcoin senden. Ein kompliziertes Kommunikationsprotokoll ist nicht nötig.\nKevin: Die Mittel werden auf Bitcoin bestraft, alles findet dort statt. Aber wie erkennt Bitcoin das Fehlverhalten?\nDavid: Genau. Bitcoin ist nicht besonders intelligent. Es kann nicht auf eine Proof-of-Stake-Chain schauen und verstehen, was dort geschieht. Unser Design funktioniert andersherum: Wenn dort etwas Schlechtes passiert, soll jeder eine Bitcoin-Transaktion senden können, die das Guthaben bestraft.\n\nVielleicht kennt euer Publikum Fraud Proofs, beispielsweise bei Arbitrum. Fehlverhalten auf einem Rollup wird an Ethereum zurückgemeldet, damit Mittel bestraft oder Transaktionen rückgängig gemacht werden. Unser Ansatz ist ähnlich: Ein Relayer erkennt Fehlverhalten und sendet etwas wie einen Fraud Proof an Bitcoin.\n\nEs gibt aber einen großen Unterschied. [Die Untertitel nennen hier Bitcoin; der Vergleich scheint Ethereum zu meinen] hat Smart Contracts, die solche Beweise verarbeiten und verstehen. Bitcoin hat keinen solchen Smart Contract. Es versteht im Wesentlichen nur eine Bitcoin-Ausgabe, also eine Ausgabebedingung.\n\nWir müssen das Beweissystem kryptografisch so gestalten, dass Bitcoin die Nachricht lediglich als gültige Ausgabenachricht erkennt und auf dieser Grundlage das Guthaben bestraft.\nKevin: Das beantwortet meine nächste Frage. Ich las, dass der private Schlüssel offengelegt wird, und fragte mich, wie das funktioniert. Wenn zehn Bitcoin gestakt sind, möchte man hoffentlich nicht alle zehn wegen eines Fehlverhaltens verlieren. Das erklärt diesen Teil.\nDavid: Zehn Bitcoin vollständig zu bestrafen wäre die extreme Variante. Sie gäbe der Chain starke Sicherheit, könnte Bitcoin-Besitzer aber abschrecken. Man wägt immer das Sicherheitsgefühl des Stakers gegen die Sicherheit der Chain ab.\n\nMan kann den Bitcoin-Vertrag etwa so gestalten, dass neunzig Prozent zeitlich gesperrt sind und nur zehn Prozent bestraft werden können. Eine Bitcoin-Transaktion kann zwei Ausgänge haben: neunzig Prozent gesperrt und später auszahlbar, aber nicht slashbar; zehn Prozent ebenfalls gesperrt, jedoch slashbar. Das ist möglich.\nKevin: Können die Proof-of-Stake-Chains oder ihre Communitys solche Verhältnisse selbst festlegen?\nDavid: Richtig. Der Vertrag besteht zwischen dem Staker und der Chain, die er validieren möchte. Verschiedene Chains können zehn, fünf oder fünfzig Prozent Slashing wählen. Bei heutigen Chains ist Ethereum beispielsweise relativ hoch, etwa fünfzig Prozent, während Cosmos-Chains bei etwa fünf Prozent liegen. Verschiedene Chains haben verschiedene Parameter.\nKevin: Forschung ist gerade in der Kryptografie schwierig. Was war bei diesem Ansatz am herausforderndsten? Wo bist du hängen geblieben oder dachtest, dass es besonders schwierig wird?\nDavid: Es gibt viele Arten von Fehlverhalten, die Bitcoin nicht interpretieren kann. Diese in etwas Einfaches umzuwandeln, nämlich eine Transaktionsausgabe durch Freigabe des privaten Schlüssels, war die größte Herausforderung.\n\nWir",
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