ENGAGEMENT

Werkvertrag

SoW (Statement of Work) im AT/DE-Recht: Werkvertrag

Ein unterzeichneter Vertrag, der eine Leistung, einen Preis und eine Frist benennt und den Anbieter rechtlich an alle drei bindet.

Zuletzt geprüft: 2026-05-24 vonKevin Riedl wiki ↗

Ein Statement of Work ist das Dokument, das aus einer mündlichen Abmachung einen Vertrag macht. Es listet die Leistung in konkreten Worten ("Feature X live auf Production, erfüllt Akzeptanzkriterien A, B, C"), den Preis, die Frist und die Abnahmebedingungen.

Im österreichischen und deutschen Recht ist das entsprechende Instrument der Werkvertrag, der stärker ist als die englischsprachige SoW: Der Anbieter ist rechtlich zur Lieferung der Arbeit verpflichtet, nicht nur zum Aufwand. Ein Time-&-Material-Vertrag im selben Rechtsrahmen ist ein Dienstvertrag, der nur Aufwand schuldet. Wavects Fixed-Price-Engagements sind Werkverträge.

Das SoW ist auch das Dokument, das Scope-Creep verhindert. Alles, was nicht drinsteht, ist per Definition außerhalb des Scopes und wird per Change Request behandelt. Das ist nicht juristisch verschnörkelt; das ist die einzige Art, wie beide Seiten sich darauf einigen können, was „fertig" heißt, ohne sechs Monate später zu streiten."

// FAQ

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Zwei Seiten reichen, wenn Leistung, Preis, Frist und Akzeptanzkriterien klar sind. 20 Seiten reichen nicht, wenn die Leistungsbeschreibung schwammig ist. Anwalt vor Vertragsabschluss draufschauen lassen, dann kann der Vertrag kurz bleiben.
Change Request. Schriftlich, neuer Preis, neue Frist, beide unterschreiben. Wer mündliche Zusatzwünsche akzeptiert, hat in drei Monaten einen Streit, an den sich beide Seiten anders erinnern.
Werkvertrag, wenn die Leistung benennbar ist und Du Lieferrisiko abgeben willst. Dienstvertrag, wenn der Scope wirklich unklar ist und Du bereit bist, das Risiko zu tragen. Werkvertrag mit schwammigem Scope ist ein juristischer Streit, kein Vertrag.