ENGAGEMENT

Retainer

Wiederkehrender monatlicher Vertrag, bei dem der Anbieter eine definierte Kapazität reserviert und dafür eine vorhersehbare Gebühr erhält.

Zuletzt geprüft: 2026-05-24 vonKevin Riedl wiki ↗

Ein Retainer ist ein Abo auf die Zeit des Anbieters. Du zahlst monatlich; im Gegenzug bekommst du eine definierte Zahl Tage oder eine definierte Team-Kapazität. Der konkrete Scope verschiebt sich; die Verfügbarkeit nicht.

Retainer funktionieren gut, wenn die Arbeit dauerhaft ist und Prioritäten sich zu schnell ändern, als dass ein Werkvertrag mithalten könnte. Produktteams nutzen Retainer für Designpartner, Engineering-Teams für fractional Senior-Rollen, und fast jede juristische Beratung ist ein Retainer.

Das Risiko ist die Umkehr von T&M: Der Anbieter wird bezahlt, auch wenn es nichts zu tun gibt. Kluge Kunden hängen eine „Reasonable Use"-Klausel an und reviewen den Retainer quartalsweise. Liegt die Auslastung unter 60 %, ist der Retainer die falsche Form und ein per-Engagement-Werkvertrag passt besser."

// FAQ

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Retainer, wenn die Arbeit kontinuierlich anfällt und Priorität wöchentlich kippt. Werkvertrag, wenn Du diskrete Outputs brauchst und Pausen aushalten kannst. Wer den falschen Vertrag wählt, zahlt entweder Leerlauf oder erlebt jeden Sprint als Neuverhandlung.
Mindestens 4 Tage pro Monat, sonst lohnt sich der Onboarding-Overhead nicht. Über 12 Tage pro Monat: dann ist es eigentlich ein Vollzeit-Bruchteil und Du hättest ein anderes Modell verhandeln können.
Wenn die Auslastung dauerhaft unter 60 Prozent liegt und niemand kündigt. Beide Seiten gewöhnen sich an die monatliche Rechnung, niemand misst noch Output. Quartalsweise reviewen, ehrlich kündigen oder reduzieren.